Mit dem Falcon FQ35 bekommt man den 640er-Sensor — die Klasse, in der Feldrevier-Distanzen sicher ansprechbar werden — zu einem Preis, der die etablierte Konkurrenz unter Druck setzt. Die Redaktionelle Einordnung.

Modellhinweis: Hikmicro hat mit dem Falcon FQ35 2.0 einen Nachfolger vorgestellt — verbesserte Sensitivität (NETD ≤ 15 mK statt ≤ 20 mK), shutterloses HSIS-System und rund 485 g. Die erste FQ35-Generation ist teils nur noch als Restposten erhältlich; wer neu kauft, sollte die Preise beider Versionen vergleichen.
Hikmicro Falcon📷 waermebild/hikmicro-falcon-fq35.png
🌡
★ Oberklasse
🥇 640er-Monokular
Hikmicro Falcon FQ35
ca. ~2.200 €
Wertung
Sensor
640 × 512 px, 12 µm
NETD
≤ 20 mK (Herstellerangabe)
Objektiv
35 mm, F1.0
Akku
18650, wechselbar

Das Falcon FQ35 kombiniert den hochauflösenden 640er-Sensor mit einem lichtstarken 35-mm-Objektiv — die Kombination, die auf dem Feld den Unterschied macht: Detektion jenseits von 1.000 m, sicheres Ansprechen auf Distanzen, bei denen 384er-Geräte nur noch helle Flecken zeigen. Die Verarbeitung ist robust, die vier Tasten sind bei Dunkelheit ertastbar, und der Fokusring läuft präzise.

Vorteile
  • 640er-Sensor: sichtbar mehr Detail auf 200 m und darüber
  • Lichtstarkes 35-mm-Objektiv — guter Kompromiss aus Sehfeld und Reichweite
  • Wechselbare 18650-Standardakkus
  • Deutlich günstiger als vergleichbare Pulsar-Oberklasse
Nachteile
  • Größer und schwerer als die Lynx-Klasse
  • Sehfeld enger als bei 25-mm-Geräten — im dichten Bestand träger

🔎 Unabhängige Praxistests u. a. bei waermebild24.com und jagdfux.de. Die Note ist eine eigenständige Redaktionelle Einordnung.

Wald oder Feld: Wo das FQ35 hingehört

Die 35-mm-Brennweite ist der Allrounder-Kompromiss der Oberklasse: genug Reichweite für Feld und Wiesentäler, noch genug Sehfeld für den Waldrand. Wer fast ausschließlich auf weiten Feldern jagt, kann zum FQ50 mit 50-mm-Objektiv greifen (ca. 2.850 €) — bezahlt das aber mit einem spürbar engeren Sehfeld und mehr Gewicht. Für das typische Mischrevier ist das FQ35 die rundere Wahl.

Einordnung im Markt 2026

Die Oberklasse ist 2026 dicht besetzt: Pulsar bietet mit der Telos-Serie stufenlose Vergrößerung und die ausgereifteste App, Nocpix (vormals InfiRay) punktet bei der Bildschärfe, ThermTec mit Ausstattungsdetails wie großen Akkus. Das Falcon behauptet sich in diesem Feld über den Preis: 640er-Leistung für ca. 2.200 €, wo die europäische Konkurrenz teils deutlich vierstelliger liegt. Wer maximalen Service und Werterhalt sucht, zahlt bei Pulsar oder Liemke den Aufpreis für das Händler- und Servicenetz.

Häufige Fragen

Lohnt sich der 640er-Sensor des Falcon FQ35 gegenüber einem 384er-Gerät?

Für Feldreviere und weite Distanzen: ja. Der 640er-Sensor zeigt auf 200–400 m sichtbar mehr Detail — Frischling oder Überläufer, Bock oder Schmalreh lassen sich deutlich früher trennen. Im reinen Waldrevier unter 150 m ist der Vorteil dagegen klein und das Geld in gutem Glas oft besser angelegt.

Welche Akkus nutzt das Hikmicro Falcon FQ35?

Das Falcon arbeitet mit wechselbaren 18650-Standardakkus. Das hält die Folgekosten niedrig und erlaubt es, im Winter einen warmen Reserveakku in der Jackentasche mitzuführen — der wirksamste Schutz gegen Kapazitätseinbruch bei Frost.